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Der Profit mit den Pillen

Das Geschäft mit den Pillen bleibt nach wie vor am profitabelsten. Mit 18,2 Prozent vor Zinsen und Steuern war die Gewinnmarge der Pharma- und Biotech-Unternehmen in Europa  im Geschäftsjahr 2016 wie schon in den Vorjahren mit Abstand am höchsten. In den USA waren es sogar 30,5 Prozent. Das geht aus einer aktuellen EY-Analyse der TOP-300-Unternehmen in Europa und den USA hervor. Die Lebensmittelhersteller und die Tabakindustrie landeten mit 15,2 Prozent (USA: 19,8 Prozent) auf Platz zwei, die Öl- und Gasbranche mit 10,9 Prozent (USA: 1,2 Prozent) auf Platz 5 und die Automobilindustrie kommt mit 7,6 Prozent (USA: 7,4 Prozent) lediglich auf Platz 13.

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Statistik

Preis HIV-Medikamente

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Frage der Woche

Gesundheit verstehen

Wer hilft bei Rückenschmerzen? Was tun gegen Depressionen? Wann ist eine Gallenblasen-OP notwendig und welche Klinik kommt dafür infrage? Welche kostenpflichtigen Zusatzleistungen sind sinnvoll? Welche Impfungen brauchen Kinder? Bei Gesundheitsfragen fühlen sich viele Bundesbürger einer Studie der Uni Bielefeld zufolge überfordert. Ob Menschen hierzulande mehr Wissen über die Gesundheit brauchen und warum, lesen Sie in der Broschüre "Worüber wir im Gesundheitswesen reden müssen".

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Schon
gewusst?

Wie hoch ist der Anteil der Ausgaben für Gesundheit am Bruttoinlandsprodukt?

11,3 Prozent sind das in Deutschland. Höher ist der Anteil nur in der Schweiz (12,4 Prozent) und den USA (17,2 Prozent). Der OECD-Durchschnitt liegt bei neun Prozent.

Quelle: OECD, Health at a Glance 2017

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Erfahrung verlängert Leben

Bei Krebspatienten, die in von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Krebszentren operiert werden, sind die Sterblichkeitsraten nach dem Eingriff niedriger als bei Patienten, die in Kliniken mit niedrigen OP-Zahlen behandelt werden. Das geht aus einer Analyse für den Qualitätsmonitor 2018 hervor. So lag bei Lungenkrebs-Patienten die Sterberate in Kliniken mit mehr als 75 OPs jährlich bei 2,5 Prozent. In Kliniken mit weniger Operationen war sie dagegen fast doppelt so hoch, 4,1 Prozent. Um von der Deutschen Krebsgesellschaft als Lungenkrebszentrum zertifiziert zu werden, müssen Kliniken mindestens 75 OPs im Jahr vornehmen. Diese Zahl erfüllen derzeit weniger als 20 Prozent der Krankenhäuser, die Lungenkrebs-Patienten operieren. 

Mehr zu den Ergebnissen des Qualitätsmonitors 2018

Statement

Martin Litsch Zitat
"Krebszentren tun alles dafür, dass Krebspatienten von erfahrenen Operateuren versorgt und optimal nachbehandelt werden."

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes

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Statistik

Deutsche pflegen ungesunden Lebensstil

Die Deutschen leben nach wie vor ungesünder als Menschen in anderen Ländern, wie die aktuelle OECD-Statistik "Health at a Glance" zeigt. So raucht jeder fünfte Bundesbürger über 15 Jahre täglich, OECD-weit ist das etwa jeder Siebte. Mit elf Litern Alkohol pro Jahr trinken die Deutschen zwei Liter mehr als im OECD-Durchschnitt. Und sie werden immer dicker: Der Anteil der übergewichtigen Erwachsenen mit einem Body-Mass-Index über 30 liegt hierzulande bei 23,6 Prozent (OECD: 19,4 Prozent).  

Die Gesundheitsrisiken im Überblick

Logbuch Gesundheitswesen

Logbuch Gesundheitswesen: Von Zucker-, Sekt- und Tabaksteuersteuer

Mehrere Gesundheitsorganisationen, darunter die Deutsche Adipositas Gesellschaft und die Deutsche Diabetes Gesellschaft, haben am Montag (13. November) eine Studie zur Auswirkung der Besteuerung von Lebensmitteln auf Ernährungsverhalten, Körpergewicht und Gesundheitskosten in Deutschland vorgestellt. Darin steht garantiert nicht, dass Raucher und Trinker für Vater Staat viel interessanter sind als abstinente Bürger, die sich lediglich dick Schokocreme aufs Brötchen streichen. Doch leider reichen nicht einmal die 14 Milliarden Euros aus der Tabaksteuer, um wenigstens die Hälfte der Behandlungskosten für Diabetes-Patienten aufzubringen. Warum? "Weil in Deutschland die Kindergesundheit traditionell nicht den gleichen Stellenwert hat wie der Flottenbau", bedauert unser Allzweck-Experte Erwin D. Drüggelte.

Logbuch Gesundheitswesen

Mehr Gesundheit durch weniger Zucker

Mit ihrer Initiative #weniger zucker setzt sich die AOK dafür ein, dass die nächste Bundesregierung das Thema Kindergesundheit und die rasant wachsende Zahl von Diabeteserkrankungen und Adipositas endlich ganz oben auf die Tagesordnung setzt. Neben Kinderärzten unterstützt auch die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) die AOK-Initiative. Die DDG hat aktuell untersuchen lassen, wie sich die Besteuerung von Lebensmitteln auf Ernährungsverhalten, Körpergewicht und Gesundheitskosten in Deutschland auswirkt.

Mehr zum Thema

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"Einfach mal den Bürger fragen": Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich

Er zählt zu den komplexesten Mechanismen im deutschen Gesundheitswesen: der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, kurz Morbi-RSA. Seine Funktionsfähigkeit und seine Ausgestaltung waren seit seiner Einführung 2009 immer wieder Ausgangspunkt für kontroverse Diskussionen und wissenschaftliche Gutachten. Auch Gerichte mussten sich mit dem Morbi-RSA befassen. Wozu braucht ein Gesundheitswesen überhaupt ein so komplexes Regelungswerk, und wie lässt es sich verbessern? "Einfach mal den Bürger fragen!"

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weiter.gehen - das Positionspapier der AOK-Gemeinschaft

Qualitätsbasiert, beitragsstabil und patientengerecht - so muss die gesetzliche Krankenversicherung in der nächsten Legislaturperiode nach Überzeugung der AOK weiterentwickelt werden. In ihrem Positionspapier zur Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl umreißen die elf AOKs und der AOK-Bundesverband die wichtigsten Herausforderungen und Aufgaben. Und sie bieten der Politik an, dass sie gemeinsam "weiter.gehen".

mehr zu den gesundheitspolitischen Reisezielen sowie

weitere Statements der AOK-Vorstände zu ausgewählten Themen

AOK befürwortet die Reform der Notfallversorgung

Das Notfallversorgungs-Konzept des Sachverständigenrats Gesundheit ist beim AOK-Bundesverband auf Zustimmung gestoßen. "Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Notfallversorgung neu aufgestellt werden muss“, sagt Verbandschef Martin Litsch. Ihn überzeugt vor allem der konsequente sektorübergreifende Ansatz. Es sei wichtig, dass die Ersteinschätzung der Krankheitsschwere und anschließende Wegweisung der Patienten in einer integrierten Anlaufstelle erfolge. „Solche zentralen Anlaufstellen könnten die heutige Trennung in ärztlichen Bereitschaftsdienst und Notfallambulanzen überwinden", so Litsch.

Mehr zur Reform der Notfallversorgung

Interview

Raus aus den kollektiven Hängematten

Mehr Anreize für einen verstärkten Wettbewerb um die beste Versorgung hält Professor Klaus Jacobs für dringend erforderlich. Krankenkassen und Leistungserbringer hätten es sich "vielfach in den 'kollektiven Hängematten' der Versorgungssektoren bequem gemacht", so der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Es sei "mehr Mut in der Politik gefragt - so ähnlich wie vor 25 Jahren, als die freie Krankenkassenwahl eingeführt wurde".

Das Interview