Wenn viel als wenig erscheint

Hat Deutschland zu wenige Ärzte? Die OECD sagt nein. Im internationalen Vergleich gibt es in Deutschland eher zu viele als zu wenige Ärzte. Laut der jüngsten OECD-Statistik vom November 2016 liegt Deutschland mit 4,1 Ärzten pro 1.000 Einwohner deutlich über dem EU-Durchschnitt von 3,5 Ärzten. Die meisten anderen Staaten kommen mit weniger Medizinern aus.

Laut OECD sind die Mediziner hierzulande falsch verteilt. Während sie sich in Städten ballen, fehlen vielerorts Landärzte. Der Hauptgrund für diese Fehlentwicklung sei jedoch nicht etwa ein genereller Mangel an Ärzten, sondern ein Mangel an guten Arbeitsbedingungen und einer attraktiven Infrastruktur. Viele Ärzte gehen eben dorthin, wo am einfachsten das meiste Geld zu verdienen ist: in die Facharztpraxen der Großstädte.

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Krankenhaus-Erträge bundesweit

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AOK-Reiseblog: Welche Änderungen sind für Hochrisiko-Medizinprodukte nötig

Fast fünf Jahre hat es am Ende gedauert, bis die neue EU-Verordnung für Medizinprodukte in trockenen Tüchern war. Skandale wie die um minderwertige Brustimplantate oder zu schnell brechende Hüftgelenke sollen so in Zukunft vermieden werden. Strengere Regeln bei den Hochrisikomedizinprodukten seien längst überfällig gewesen, findet die AOK. Einige der jetzt beschlossenen Regelungen seien ein Schritt zu mehr Patientensicherheit. Wo es aber immer noch erheblich hakt, erklärt Olaf Woggan, Vorstandsvorsitzender der AOK Bremen/Bremerhaven.

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Logbuch Gesundheitswesen

Der Wartezimmer-Wahlkampf ist eröffnet

Ärzte gehören normalerweise zu den rührigsten Akteuren in der Gesundheitspolitik. Kein Wunder, schließlich sind sie am nächsten am Patienten dran, manchmal sogar im wahrsten Sinne des Wortes hautnah. Allround-Experte Erwin D. Drüggelte ist schon ganz aufgeregt, dass jetzt auch die Ärzte endlich in den Wettstreit um Positionen einsteigen. Und wie immer geht's ums Geld.

Logbuch Gesundheitswesen

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"Einfach mal den Bürger fragen": Von Arzneimittelkosten und Nutzenbewertung

Seit 2011 werden neue Medikamente dahingehend untersucht, ob sie besser wirken als Präparate, die schon längst auf dem Markt sind. Ist das nicht der Fall, dürfen sie nicht mehr kosten als ein bereits eingeführtes Medikament. Warum trotzdem Mondpreise entstehen, wie man sie verhindert und wo unbedingt nachgebessert werden muss: "Einfach mal den Bürger fragen!"

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IGeL bringen oft mehr Schaden als Nutzen

Igel sind niedlich, aber nur, wenn sie auf vier Beinen stehen. IGeL (individuelle Gesundheitsleistungen), also die in den Arztpraxen angebotenen Selbstzahler-Leistungen sind dagegen mit Vorsicht zu genießen. Sie bringen dem Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes (MDS) zufolge häufig mehr Schaden als Nutzen. Ob durchblutungsfördernde Infusionstherapie beim Hörsturz oder für den Ultraschall der Halsschlagader als Schlaganfallvorsorge – der IGeL-Monitor der MDS hat 45 Zusatzleistungen wissenschaftlich bewertet. Das Ergebnis: Mehr als 40 Untersuchungen bringen den Patienten wenig oder gar nichts. Vier von ihnen bewertet der MDS sogar als negativ. Soll heißen: Der zu erwartende Schaden ist deutlicher größer als der Nutzen. 

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Interview

Raus aus den kollektiven Hängematten

Mehr Anreize für einen verstärkten Wettbewerb um die beste Versorgung hält Professor Klaus Jacobs für dringend erforderlich. Krankenkassen und Leistungserbringer hätten es sich "vielfach in den 'kollektiven Hängematten' der Versorgungssektoren bequem gemacht", so der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Es sei "mehr Mut in der Politik gefragt - so ähnlich wie vor 25 Jahren, als die freie Krankenkassenwahl eingeführt wurde".

Das Interview

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weiter.gehen - das Positionspapier der AOK-Gemeinschaft

Qualitätsbasiert, beitragsstabil und patientengerecht - so muss die gesetzliche Krankenversicherung in der nächsten Legislaturperiode nach Überzeugung der AOK weiterentwickelt werden. In ihrem Positionspapier zur Gesundheitspolitik nach der Bundestagswahl umreißen die elf AOKs und der AOK-Bundesverband die wichtigsten Herausforderungen und Aufgaben. Und sie bieten der Politik an, dass sie gemeinsam "weiter.gehen".

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