Begegnungen

Wie kommt die Gesundheitspolitik bei den Versicherten beziehungsweise den Patienten an? Und was sagt die Wissenschaft zu den neuen Entwicklungen bei den Arzneimitteln oder im Krankenhausbereich? Wie stellen sich die großen Parteien das Gesundheitswesen in der Zukunft vor? Hier warten interessante Gesprächspartner und spannende Begegnungen auf Sie.

Frage der Woche

Worüber wir im Gesundheitswesen reden müssen

Was tun bei dem Verdacht auf einen Behandlungsfehler? Zwar sichert das 2013 nach langen Diskussionen in Kraft getretene Patientenrechtegesetz den Versicherten Unterstützung zu, wenn es darum geht, Verdachtsfälle aufzuklären. Dennoch haben Patienten es schwer nachzuweisen, wenn dem Arzt ein Fehler unterlaufen ist. Brauchen Patienten also mehr Rechte?

Aktuelle Fragen und Antworten zur Gesundheitspolitik

Video

"Einfach mal den Bürger fragen" - Episode 3: Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich

Er zählt zu den komplexesten Mechanismen im deutschen Gesundheitswesen: der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich, kurz Morbi-RSA. Seine Funktionsfähigkeit und seine Ausgestaltung waren seit seiner Einführung 2009 immer wieder Ausgangspunkt für kontroverse Diskussionen und wissenschaftliche Gutachten. Auch Gerichte mussten sich mit dem Morbi-RSA befassen. Wozu braucht ein Gesundheitswesen überhaupt ein so komplexes Regelungswerk, und wie lässt es sich verbessern? "Einfach mal den Bürger fragen!

Recherche

Gesundheitsminister verteidigt Direktmandat

Der amtierende Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hat seinen Wahlkreis im Rhein-Kreis Neuss (Nordrhein-Westfalen) erneut gewonnen. Gröhe holte bei der Bundestagswahl als CDU-Direktkandidat 44 Prozent der Erststimmen. 2013 hatte er den Wahlkreis mit 51,6 der Stimmen gewonnen. Der 56-Jährige ist seit 1994 Bundestagsabgeordneter. Auch über Gröhe hinaus werden dem neuen Deutschen Bundestag weiterhin die meisten der wieder angetretenen Gesundheitspolitikerinnen und Gesundheitspolitiker angehören.

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Statement

Positionen zur Gesundheitspolitik 2017

Worauf kommt es in der nächsten Legislaturperiode an. Die gesundheitspolitischen Sprecher der vier Fraktionen im Bundestag haben geantwortet und der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Martin Litsch, hat auch gesagt, was er davon hält.

Alle Fragen - alle Antworten

Video

"Einfach mal den Bürger fragen": Von Arzneimittelkosten und Nutzenbewertung

Seit 2011 werden neue Medikamente dahingehend untersucht, ob sie besser wirken als Präparate, die schon längst auf dem Markt sind. Ist das nicht der Fall, dürfen sie nicht mehr kosten als ein bereits eingeführtes Medikament. Warum trotzdem Mondpreise entstehen, wie man sie verhindert und wo unbedingt nachgebessert werden muss: "Einfach mal den Bürger fragen!"

Interview

Raus aus den kollektiven Hängematten

Mehr Anreize für einen verstärkten Wettbewerb um die beste Versorgung hält Professor Klaus Jacobs für dringend erforderlich. Krankenkassen und Leistungserbringer hätten es sich "vielfach in den 'kollektiven Hängematten' der Versorgungssektoren bequem gemacht", so der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Es sei "mehr Mut in der Politik gefragt - so ähnlich wie vor 25 Jahren, als die freie Krankenkassenwahl eingeführt wurde".

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Video

"Einfach mal den Bürger fragen" - Gesundheitspolitische Themen auf den Punkt gebracht

Morbiditätsorientierung, Mindestmengen, Qualitätsmanagement, Nutzenbewertung etc. - die gesundheitspolitische Debatte ist voll von Fachbegriffen. Doch was davon verstehen die Versicherten und Patienten? Was kommt eigentlich bei ihnen an? Da sollte man "Einfach mal den Bürger fragen" - die neue Video-Reihe. Folge 1: Qualität in der Klinik

 

Frage der Woche

Hans-Jürgen Wirthl, erste Vorsitzender des Landesverbandes Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V.

Hans-Jürgen Wirthl
Erster Vorsitzender
Landesverband Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V.

Warum Mindestmengen wichtig sind

"Mit einer wirksamen Mindestmenge könnten pro Jahr mehr als 100 Kinder zusätzlich überleben." Diese Meinung vertritt Hans-Jürgen Wirthl. Der erste Vorsitzender des Landesverbandes Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz e.V. und Patientenvertreter im Gemeinsamen Bundesausschuss hat in einem Kurzinterview mit dem Krankenhaus-Newsletter "Blickpunkt Klinik" betont, dass Erfahrung und Routine der Behandlungsteams überlebenswichtig für die Frühgeborenen seien. Das setze ständige Übung voraus, die bei der Vielzahl der Perinatalzentren in Deutschland nicht immer gegeben sei. 

Im EU-weiten Vergleich liegt Deutschland bei der Säuglingssterblichkeit nur im Mittelfeld. "Insbesondere nordeuropäische Länder haben wesentlich bessere Ergebnisse, weil die Geburtshilfe dort konzentriert wurde. Bei uns ist das Versorgungsniveau zu unterschiedlich. Eine verlässliche Qualitätssicherung gibt es in der Geburtshilfe nicht", sagte Wirthl.