Positionen Gesundheitspolitik 2017

Wie kann endlich der Durchbruch bei der Digitalisierung von Prozessen im Gesundheitswesen geschafft werden?

Foto: Maria Michalk

Maria Michalk
gesundheitspolitische Sprecherin
CDU/CSU-Fraktion

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"Ohne Digitalisierung wird unser Gesundheitswesen an Wirkungskraft verlieren. Deshalb sind im E-Health-Gesetz grundsätzliche Dinge geklärt und die Umsetzung ist mit Fristen versehen. Die vorgesehene digitale Infrastruktur hat einen hohen Sicherheitsstandard. Gerade deshalb muss die Interoperabilität gewährleistet sein. Die Technologie muss der optimierten medizinischen Versorgung dienen, und zwar in der Fläche. Dafür sind die technischen Voraussetzungen zu schaffen. Hier bleibt der Staat in der Pflicht."

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Hilde Mattheis
gesundheitspolitische Sprecherin
SPD-Fraktion

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"Wir haben in dieser Wahlperiode den Durchbruch mit dem E-Health-Gesetz geschafft. Nach langer Verzögerungszeit läuft nun endlich das Rollout für die Telematikinfrastruktur. Diese Grundlage erlaubt es dann, digitale Anwendungen zur Verbesserung der Versorgung zu entwickeln und in der Praxis umzusetzen."

Foto: Maria Klein-Schmeinck

Maria Klein-Schmeinck
gesundheitspolitische Sprecherin
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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"Durch die Digitalisierung können Patientinnen und Patienten eine aktivere Rolle in ihrem Behandlungsprozess bekommen. Zugleich kann die Vernetzung, Kooperation und Integration in unserem Gesundheitswesen gestärkt werden. Damit dies möglich wird, wollen wir die elektronische Patientenakte aktiv vorantreiben und mehr Transparenz über die Qualität von Gesundheits-Apps herstellen. Dabei müssen sich Patientinnen und Patienten darauf verlassen können, dass höchster Datenschutz gilt und sie bestimmen können, wer Zugriff auf ihre Daten hat."

Foto: Kathrin Vogler

Kathrin Vogler
gesundheitspolitische Sprecherin
Fraktion DIE LINKE

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"E-Health-Anwendungen und Digitalisierung im Gesundheits-wesen können die Qualität der Versorgung und die Arbeitsbedingungen verbessern sowie zur Prävention von Erkrankungen beitragen. DIE LINKE begrüßt grundsätzlich den Aufbau einer Telematikinfrastruktur zur sicheren Kommunikation, lehnt das überholte Konzept der elektronischen Gesundheitskarte aber ab. Wir fordern, dass anders als bisher die Datenschutzregelungen des Sozialgesetzbuchs bei der digitalen Kommunikation eingehalten werden."

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Martin Litsch
Vorstandsvorsitzender
AOK-Bundesverband

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"Wir benötigen endlich eine funktionierende Telematikinfrastruktur mit einfachen und klaren Regeln für alle Beteiligten im Gesundheitswesen. Brüche im digitalen Prozess darf es künftig nicht mehr geben. Dafür müssen zum Beispiel in der Sicherheit gleichwertige, aber nutzerfreundliche Alternativen zur bestehenden qualifizierten elektronischen Signatur entwickelt werden, um den Versicherten einen einfachen Zugang in ein digitales Gesundheitswesen zu ermöglichen."