Frage der Woche

Wird das Geld der Beitragszahler gerecht verteilt?

Bild JA.

Der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA) ist ein großer Gewinn für alle Patienten und Versicherten. Ohne ihn würden die Krankenkassen weiterhin einen Wettbewerb um die Versicherten führen, die möglichst wenig kosten. Der Morbi-RSA hingegen reduziert solche Anreize zur Risikoselektion und gibt stattdessen Impulse für eine qualitativ hochwertige und wirtschaftliche medizinische Versorgung. Er ist also der entscheidende Hebel für faire Ausgangsbedingungen im Wettbewerb der Krankenkassen um die beste Versorgung ihrer Versicherten.

Derzeit werden nur 80 Krankheiten bei der Berechnung der entsprechenden Zuweisungen an die Krankenkassen berücksichtigt. Damit der Risikostrukturausgleich noch zielgenauer wird, müssen künftig alle Krankheiten ohne Einschränkung einbezogen werden.

Würden alle Krankheiten im Risikostrukturausgleich berücksichtigt werden, würde die finanzielle Überdeckung der Krankenkassen bei Gesunden von 120 Prozent auf annähernd 100 Prozent sinken.

Schon
gewusst?

Wie teuer ist der morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich?

16 Millionen Euro zahlten die gesetzlichen Krankenkassen 2016 an das Bundesversicherungsamt für die Umsetzung und Weiterentwicklung des Gesundheitsfonds- und Morbi-RSA-Verfahrens. Das waren weniger als 0,01 Prozent der GKV-Gesamtausgaben.

Quelle: AOK-Bundesverband